Wie weit reicht jede Farbe?
Wählen Sie eine Wellenlänge und beobachten Sie, wie das Licht in die Haut eindringt. Das ist das Erste, was man verstehen muss: Eine „rote“ Lampe und eine „infrarote“ Lampe arbeiten nicht auf derselben Ebene des Körpers.
Das sichtbare Rot erreicht die Dermis: Haut, Mikrozirkulation, oberflächliche Nervenendigungen.
Die Tiefenangaben sind Größenordnungen: Sie variieren je nach Zone, Pigmentierung und Leistung der Quelle.
Stärker ist nicht besser
Das ist die kontraintuitivste Besonderheit der Photobiomodulation: Die Reaktion ist nicht proportional. Zu wenig Licht bewirkt nichts, zu viel Licht lässt die Wirkung wieder abfallen. Forschende nennen dies die biphasische Dosis-Wirkungs-Kurve.
In der am besten untersuchten Größenordnung für oberflächliche Gewebe.
Diese Richtwerte gelten für Haut und oberflächliche Gewebe. Je tiefer das Zielgewebe liegt, desto höher muss die Dosis an der Oberfläche sein, damit genug davon an der richtigen Stelle ankommt — hier wird Nahinfrarot unverzichtbar. Die genaue Einstellung hängt vom Gerät ab: Beachten Sie stets dessen Anleitung.
10 cm weiter weg ändert alles
Das Licht streut sich mit zunehmender Entfernung. Eine Verdoppelung des Abstands halbiert die Leistung nicht, sondern viertelt sie. Das ist der Grund Nr. 1, weshalb zwei Personen mit demselben Gerät nicht dasselbe Ergebnis erzielen.
Referenz: die bei 15 cm gemessene Leistung, der gebräuchlichste Anwendungsabstand. Bei 15 cm verbleiben 100 %: Die Sitzung muss 1,0× länger dauern, um dieselbe Dosis abzugeben.
Richtig oder falsch?
Sechs Aussagen, die man häufig hört. Klicken Sie, um die Karte umzudrehen.
Was uns am häufigsten gefragt wird
Wie viele Sitzungen, bevor man etwas spürt?
Das hängt ganz davon ab, was Sie suchen. Beim Muskelkomfort nach der Anstrengung wird die Wirkung oft schon in den ersten Sitzungen wahrgenommen. Bei der Hautqualität beziehen sich die Studien, die messbare Veränderungen berichten, in der Regel auf 8 bis 12 Wochen, mit 3 bis 5 Sitzungen pro Woche. Die Regelmäßigkeit wiegt schwerer als die Dauer der einzelnen Sitzung.
Bräunt es oder schädigt es die Haut?
Nein. Bräunung und Hautschäden werden durch ultraviolette Strahlung unterhalb von 400 nm verursacht. Geräte zur Photobiomodulation geben diese nicht ab: Sie arbeiten zwischen 600 und 900 nm, am anderen Ende des Spektrums. Es ist im Übrigen das Rotlicht, das für den Komfort der Haut nach einer Sonnenexposition untersucht wird.
Müssen die Augen geschützt werden?
Ein intensives Rotlicht ist blendend und unangenehm; leistungsstarke Paneele werden mit einer Schutzbrille geliefert. Die einfache Regel: Man blickt nie frontal in eine Lichtquelle und folgt der Anleitung des Geräts. Für eine Sitzung im Gesicht schliesst man die Augen oder trägt die mitgelieferte Brille.
Gibt es Situationen, in denen man besser darauf verzichtet?
Ja, und wir sagen es lieber deutlich. Bei Schwangerschaft, bei photosensibilisierender Medikation (bestimmte Antibiotika, bestimmte dermatologische oder onkologische Präparate), bei photosensibler Epilepsie, bei einer nicht abgeklärten Hautveränderung oder bei einer fortschreitenden Krebserkrankung stellt sich die Frage mit einer Ärztin oder einem Arzt, bevor ein Gerät verwendet wird — nicht mit einem Verkäufer. Diese Geräte sind Wellness-Produkte: Sie ersetzen weder eine Diagnose noch eine Therapie.
LED-Licht oder Laser: Wo liegt der Unterschied?
Der Laser gibt kohärentes und stark gebündeltes Licht ab, das in der Praxis auf kleinen Flächen eingesetzt wird. LED decken grosse Flächen bei moderaterer Leistung ab: Das macht die Anwendung zu Hause möglich. Die jüngere Literatur legt nahe, dass bei vergleichbarer Dosis und Wellenlänge die Kohärenz des Lasers für die meisten oberflächlichen Anwendungen nicht der entscheidende Faktor ist.
Und das ferne Infrarot, Saunen, Textilien?
Das ist ein anderes Register. Oberhalb von 3000 nm wird die Strahlung vom Wasser der Gewebe absorbiert und in Wärme umgewandelt: Man spricht dann von Strahlungswärme, angenehm und gefässerweiternd, doch der Mechanismus ist nicht mehr die zelluläre Photobiomodulation. Die beiden Ansätze ergänzen sich; man muss nur wissen, welchen man kauft.
Bleibt, das richtige Gerät zu wählen
Nun, da die Eckpunkte gesetzt sind: Sagen Sie uns, was Sie anstreben, und wir weisen Ihnen den Weg zum passenden Format und zu den passenden Wellenlängen — mit dem Preis.